Richtig gießen ist die wichtigste – und häufig unterschätzte – Pflegemaßnahme bei Orchideen. Zu viel Wasser ist die häufigste Todesursache. In diesem Beitrag zeigen wir, wie Sie es richtig machen.
Die goldene Regel: Lieber zu wenig als zu viel
Orchideen sind gewöhnt an epiphytisches Leben – sie wachsen in der Natur auf Bäumen, nicht in Erde. Ihre Wurzeln brauchen Luft genauso wie Wasser. Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule und ist oft tödlich.
Wie oft gießen?
Das hängt von der Gattung, der Jahreszeit und dem Standort ab. Als Faustregel gilt:
- Phalaenopsis: Alle 7–10 Tage, wenn das Substrat abgetrocknet ist
- Cattleya: Erst gießen, wenn die Scheinpseudobulben leicht schrumpfen
- Paphiopedilum: Substrat sollte immer leicht feucht bleiben
- Vanda: Täglich besprühen oder eintauchen (bare-root-Kultur)
Die Tauchmethode
Am besten gießen Sie Orchideen durch Eintauchen: Stellen Sie den Topf für 5–10 Minuten in einen Behälter mit zimmerwarmem, weichem Wasser (am besten Regenwasser). Danach gut abtropfen lassen, damit keine Staunässe entsteht.
Welches Wasser?
Orchideen mögen kalkarmes Wasser. Regenwasser ist ideal. Wenn Sie Leitungswasser verwenden, lassen Sie es vorher über Nacht stehen, damit das Chlor verdunstet und sich der Kalk etwas setzt.
Wasserqualität prüfen
Wenn sich weiße Kalkränder auf dem Substrat oder den Töpfen bilden, ist Ihr Wasser zu kalkhaltig. Wechseln Sie auf Regenwasser oder gefiltertes Wasser, um langfristige Schäden zu vermeiden.
Weiterführende Tipps zu den einzelnen Gattungen finden Sie in unseren Pflege-Anleitungen. Aktuell blühende Orchideen aus eigener Zucht finden Sie in unserem Shop.
